Informationen zum aktuellen Störfall

Informationen zum aktuellen Störfall

(weitere Infos und FAQ finden Sie: hier)

 


Donnerstag, 24.05.2018

Alle Probenahmen sind weiterhin ohne Befund.

Die Arbeiten in der Entsäuerungsanlage schreiten wieder voran. Die defekte Pumpe in der rechten Kammer des Tiefbehälters konnte zwischenzeitlich ausgetauscht werden. Eine intensive Reinigung und Desinfektion der Kammer ist erfolgt. Derzeit wird die Kammer wieder befüllt. Im Anschluss werden über einige Tage – zusätzlich zu den ohnehin wöchentlich stattfindenden Probenahmen – Wasserproben explizit aus der rechten Kammer entnommen, um die dortige Wasserqualität zu überprüfen.

Sofern diese Proben ebenfalls ohne Beanstandung sind, ist die Wiederinbetriebnahme der Kammer für Ende Mai/ Anfang Juni 2018 geplant. Anschließend erfolgt eine intensive Beobachtung und Beprobung im Betriebszustand über mehrere Wochen.

Die Chlorung des Trinkwassers bleibt weiter aufrecht erhalten.

 

Montag, 23.04.2018

Der Werkausschuss der Stadt Sinzig hat den Weg geebnet für den Einbau von UV-Anlagen zur Trinkwasserdesinfektion (öffentliche Sitzung des Werkausschusses am 17.04.2018). Das Ausschreibungsverfahren soll nun zügig eingeleitet werden und bis Sommer 2018 abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme der UV-Anlagen ist für Herbst 2018 vorgesehen.

Darüber hinaus waren alle Probenahmen der letzten Monate ohne Befund.

Die Abdichtungsarbeiten in der rechten Kammer des Tiefbehälters in bzw. unter der Entsäuerungsanlage sind abgeschlossen. Aus diesem Anlass fand kürzlich eine erneute Begehung durch das „Expertengremium“ statt. Wie bereits den Printmedien entnommen werden konnte, war vorgesehen, die Kammer nach einer abschließenden Reinigung wieder in Betrieb zu nehmen.

Aufgrund einer defekten Pumpe ist dies jedoch derzeit nicht möglich. Die Pumpe wurde bereits ausgebaut. Nun wird durch eine Fachfirma geprüft, ob eine Reparatur möglich ist oder eine Neuanschaffung erfolgen muss. Da eine solche Pumpe eigens auf Bestellung hergestellt wird, wäre eine Lieferung im Falle der Neubeschaffung wohl erst nach ca. 6 Wochen möglich. Sollten lediglich Reparaturarbeiten nötig sein, wäre „nur“ mit einer Verzögerung von 2 Wochen zu rechnen.

Die Chlorung des Trinkwassers bleibt aufrecht erhalten.

 

Montag, 29. 01. 2018

Die Chlorwerte wurden nach wenigen Tagen wieder auf das Niveau vor dem erneuten Keimbefund heruntergefahren. Auch diese Maßnahme wurde in Absprache mit dem Gesundheitsamt Ahrweiler getroffen.

 

Dienstag, 16.01.2018

Aufgrund eines erneuten Keim-Befundes muss die Chlorung des Trinkwassers erhöht werden. Hierdurch kann es kurzfristig zu weiteren Beeinträchtigungen hinsichtlich Geruch und Geschmack des Wassers kommen. Die Maßnahme erfolgt in Absprache mit dem Gesundheitsamt Ahrweiler.

 


 

„Gründlichkeit vor Schnelligkeit“ Interview mit Werkleiter Bernd Lischwé

Die Stadtwerke Sinzig: Störfall in der Trinkwasserversorgung

Sinzig/Bad Breisig. Seit August 2016 wird das Trinkwasser der Stadt Sinzig und der Verbandsgemeinde Bad Breisig durch die Beimischung von Chlor desinfiziert. Dies sorgte für Verunsicherung in der Bevölkerung. BLICK aktuell führte ein Gespräch mit dem Sinziger Werkleiter Bernd Lischwé.

BLICK aktuell: Herr Lischwé neben der Frage nach dem „Warum?“ kommt es mittlerweile verständlicherweise auch vermehrt zur Frage „Wie lange denn noch?“ Denn das Trinkwasser riecht und schmeckt derzeit einfach nicht mehr so wie gewohnt.

Lischwé: Die Frage ist nachvollziehbar und erreicht uns immer wieder. Wir bemühen uns deswegen, die Öffentlichkeit durch unseren „Störfall-Ticker“ auf der Homepage sowie durch regelmäßige Presse-Informationen stets auf dem Laufenden zu halten. Außerdem erfolgt in jeder der öffentlichen Werkausschuss Sitzungen eine aktuelle Sachstandsmitteilung.

BLICK aktuell: Was war der Auslöser für den sogenannten „Störfall“?

Lischwé: Grundsätzlich wird das Trinkwasser in Sinzig und in der Verbandsgemeinde Bad Breisig nicht präventiv gechlort, obwohl Chlor ein nach der Trinkwasserverordnung zugelassenes Aufbereitungsmittel ist. Beide Wasserwerke vertreten die Auffassung, dass eine Desinfektion nur dann erfolgen sollte, wenn es einen konkreten Anlass dazugibt. Eben dies ist aber nun nach sehr langer Zeit erstmals wieder der Fall: Nachdem nämlich über etliche Jahre hinweg sämtliche Wasserproben ohne Beanstandung waren, kam es am 12. August 2016 zu einem Nachweis von coliformen Keimen. Konkret wurden in vier Sinziger Anlagen zwischen einem und drei Keime nachgewiesen. Dies sind zwar sehr geringe Zahlen, aber schon der Nachweis auch nur eines einzigen Keims gilt nach der heute geltenden Trinkwasserverordnung (anders als früher) schon als Grenzwertüberschreitung. Als Folge der Überschreitung der „Null-Toleranz-Grenze“ wurde ein sogenannter „Störfall“ ausgerufen mit der Folge, dass das Trinkwasser durch chlorhaltige Aufbereitungsmittel desinfiziert werden muss.

BLICK aktuell: Wer entscheidet über den Umgang mit den Vorkommnissen?

Lischwé: Nach dem Beginn des Störfalls in 2016 wurde ein Expertengremium gebildet, welches aus verschiedenen fachlichen Vertretern besteht. Neben den Wasserwerken der der Stadt Sinzig und übergeordneten Gesundheitsbehörden als Fachaufsicht sind hierbei auch ein wasserwirtschaftlich erfahrenes Ingenieur-Büro, das bundesweit renommierte Institut für Hygiene und Gesundheit an der Uniklinik Bonn (Prof. Dr. Exner) und verschiedene Fachunternehmen eingebunden. Grundlage für die Vorgehensweise der Kommission ist eine Handlungsempfehlung des Umweltbundesamtes für eben solche Störfälle. In einem engen fachlichen Austausch werden im Expertengremium auch alle individuellen Gegebenheiten berücksichtigt und die zu treffenden Maßnahmen gemeinsam besprochen und auf dieser Basis entschieden.

BLICK aktuell: Was sind überhaupt „coliforme Keime“?

Lischwé: Coliforme Keime an sich sind zunächst nicht unbedingt gesundheitsgefährdend. Als Umweltkeime kommen sie unter anderen in der Luft, in Gräsern, im Boden und so weiter vor und können vollkommen harmlos sein. Jeder Mensch kommt auch ständig mit solchen coliformen Keimen in Berührung, trägt sie in sich und ein gesunder Körper „verträgt“ dies, ohne dass es ihn beeinträchtigt. Im Unterschied dazu steht zum Beispiel der „e-Coli“-Keim. Dieser ist definitiv gesundheitsgefährdend und das Trinkwasser müsste dann zusätzlich abgekocht werden. Ein solcher wurde in Sinzig jedoch nicht diagnostiziert und daher sind solche Vorsichtsmaßnahmen auch nicht erforderlich.

BLICK aktuell: Und warum dann trotzdem die Chlorung?

Lischwé: Im geschlossenen Trinkwassersystem kommen coliforme Keime nicht vor. Kommt es trotzdem zu einem solchen Befund, so ist dies daher ein Anzeichen dafür, dass eine ungewollte Verbindung des Trinkwassersystems nach außen besteht. Deswegen werden coliforme Keime in der Trinkwasserverordnung auch als „Indikatorkeime“ bezeichnet. Sie sind ein Anzeichen dafür, dass es eine Art „Schwachstelle“ im System gibt - insofern kommt dem Befund eine Art „Alarmfunktion“ zu. Für ein Wasserwerk bedeutet dieses Alarmsignal, nach einer möglichen Schwachstelle zu suchen und diese zu beheben, bevor es zu einer gesundheitsgefährdenden Verunreinigung kommen kann. Das Trinkwasser ist aber während der Ursachensuche als Schutzmaßnahme zu desinfizieren - und dazu dient das Chlor.

BLICK aktuell: Gibt es einen Zusammenhang mit der Ausbringung von Gülle und dem Keimbefund?

Lischwé: Das kann heute gesichert mit einem nein beantwortet werden. Da die Gülle-Ausbringung entlang des Rheins und der Ahr erfolgte, stellt sich natürlich die Frage, ob die in einiger Entfernung liegenden Trinkwasserbrunnen hiervon beeinflusst werden können. In der hierfür maßgeblichen Zone 2 des Wasserschutzgebietes und damit im direkten Einzugsbereich der Trinkwasserbrunnen wurde aber nie Gülle ausgebracht. Dies wurde vom ersten Tag der Gülle-Ausbringung an (Frühjahr 2016) und bis heute ständig kontrolliert. Daher war auch eine Gefährdung des Trinkwassers fachtechnisch ausgeschlossen. Alle seither erfolgten Untersuchungen bestätigen dies: Gäbe es einen Zusammenhang zwischen dem Störfall und der Gülle, so wären coliforme Keime sicher nicht nur in extrem hoher Zahl (Tausende Keime), sondern auch bereits am Anfang der Kette - das heißt in den Brunnen nachgewiesen worden. Auch wären dann sicherlich e-Colis vorhanden. Tatsächlich wurden „nur“ die coliformen Keime diagnostiziert. Bei keiner einzigen der Proben vor und nach dem 12. August 2016 gab es einen Befund in den Brunnen, sondern erst in den nachfolgenden Anlagen. Fazit: Die Düngung ist zwar hinsichtlich des Geruchs unangenehm, jedoch kann ein Einfluss auf die Trinkwasserversorgung ausgeschlossen werden. Insoweit besteht auch weder eine Veranlassung, noch eine rechtliche Ermächtigung für das städtische Wasserwerk hiergegen vorzugehen.

BLICK aktuell: Warum dauert die Ursachenforschung noch immer an?

Lischwé: Bei der Ursachenforschung in einem solchen Störfall gilt es zunächst, sich einen ersten Überblick zu verschaffen, um etwaige größere Ursachen rasch zu erkennen. Gibt es eine solche größere Störung, so kann hier in der Regel schnell eingegriffen und Abhilfe geschaffen werden. So wird zum Beispiel bei einem klar erkennbaren Rohrbruch (hier kann Schmutz in das System gelangen) eine umfassende Spülung und Desinfektion der betroffenen Leitung vorgenommen. Nach einer ersten überschlägigen Ermittlung zu Beginn des Störfalls wurden daher wegen der oben genannten Gülle-Thematik zunächst über einen längeren Zeitraum die Brunnen noch intensiver kontrolliert. Nachdem hier ein Zusammenhang fachtechnisch definitiv ausgeschlossen werden konnte (siehe oben), gab es einen solchen „Hauptverdächtigen“ nicht mehr; kausale Rohrbrüche oder ähnliche verdächtige Vorkommnisse traten in dieser Zeit nicht auf. Und damit begann die langwierige und noch heute andauernde Ursachensuche. Diese gleicht der sprichwörtlichen „Suche nach der Nadel im Heuhaufen“. Das Trinkwassersystem besteht aus einer großen Vielzahl von Anlagenkomponenten wie Hochbehältern, Pumpwerken, den Brunnen und der Aufbereitungsanlage - und auch rund 150 km an Leitungen einschließlich der rd. 5.500 Hausanschlüsse im Stadtgebiet. Schrittweise kontrollieren und untersuchen wir seither nach dem „Ausschlussprinzip“ alle Anlagen, die als Ausgangsort für die Verkeimung in Frage kommen. Anlage für Anlage wird untersucht, fachlich bewertet und gegebenenfalls durch spezialisierte Unternehmen gereinigt und desinfiziert. Kommt es als „Schwachstelle“ dann nicht in Frage, geht man zum nächsten Anlagenteil über und so, weiter und so weiter. Eine extrem langwierige Arbeit; aber es gilt der Grundsatz „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“. Gerade die (positive) Tatsache, dass die Keimzahlen so gering waren, macht die Ursachenforschung gleichzeitig kompliziert. Denn alles deutet auf eine absolut minimale und damit nur schwer auffindbare Schwachstelle in dem riesigen System hin. So unangenehm es ist, es bedarf wohl noch weiterer Geduld.

BLICK aktuell: Wie hoch ist der Chlorwert und schwankt er?

Lischwé: Nach der Trinkwasserverordnung darf der Chlorwert grundsätzlich zwischen 0,10 und maximal 0,60 mg/Liter betragen. In Sinzig liegt der Wert bei 0,10 bis maximal 0,15 mg/Liter. Es kann aber durch das sich stetig ändernde Verbraucherverhalten auch immer wieder mal zu kurzfristigen Schwankungen kommen.

BLICK aktuell: Kann man das Wasser bedenkenlos trinken?

Lischwé: Auch diese Frage wird immer wieder gestellt. Man muss unterscheiden zwischen den gesundheitsrechtlichen Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung und dem individuellen Empfinden eines jeden Einzelnen. Aus rechtlicher und gesundheitlicher Sicht darf das Chlor in der besagen Höhe bedenkenlos beigemischt werden - denn so gibt es die Trinkwasserverordnung für dieses Lebensmittel vor. Der Verzehr in dieser geringen Menge gilt als gesundheitlich unbedenklich. Das Wasser muss auch nicht vor dem Verzehr abgekocht werden. Auch für Babys beziehungsweise für die Zubereitung von Babynahrung kann das Wasser uneingeschränkt verwendet werden. Der unangenehme „Nebeneffekt“, nämlich die unbestreitbare Veränderung des Geschmacks und des Geruchs, wird von jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Hier sollte jeder Kunde für sich entscheiden, wie er damit umgeht.

BLICK aktuell: Wie wird die Wasserqualität während der Ursachenforschung sichergestellt und kontrolliert?

Lischwé: Oberste Maxime ist es, auch während des Störfalls eine Gesundheitsbeeinträchtigung zu vermeiden. Neben der Chlorung erfolgen dazu wöchentliche Trinkwasseruntersuchungen; und zwar in der Regel 20 Stück. Seit dem Beginn des Störfalls wurden etwa 1.450 Proben entnommen und in einem externen Labor untersucht. An sechs Tagen gab es dabei seit dem 12. August 2016 nochmals einen Keim-Nachweis - letztmalig noch einmal Anfang Dezember 2017. Dies zeigt, dass noch weitere Maßnahmen zur endgültigen Behebung des Störfalls erforderlich sind.

BLICK aktuell: Besteht ein Anspruch auf einen Preisnachlass?

Lischwé: Im Vorgriff auf die anstehende Jahresabrechnung Anfang Januar stellt sich auch diese Frage derzeit bei einigen Kunden. Der aktuelle Preis für 1 Kubikmeter (1.000 Liter) Trinkwasser liegt in Sinzig bei brutto 1,89 Euro und in Bad Breisig bei 1,82 Euro, wobei ein Zwei-Personenhaushalt im Durchschnitt etwa 70 Kubikmeter jährlich verbraucht. Die Stadtwerke sind verpflichtet, ihren Kunden Trinkwasser zu liefern, welches den gesetzlichen Vorgaben der Trinkwasserverordnung entspricht. Da Chlor wie gesagt ein zugelassenes Aufbereitungsmittel ist, entspricht das Wasser auch weiterhin der Trinkwasserverordnung - ein Preisminderungsanspruch besteht daher nicht.

BLICK aktuell: Und wie geht es nun weiter?

Lischwé: Die Zwischenergebnisse aller Maßnahmen aus den letzten Monaten haben das Problemfeld räumlich nach und nach immer weiter eingeengt und gezeigt, dass die Ursache mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich der Tiefbehälter an der Trinkwasseraufbereitungsanlage zu suchen ist. Hier wurden in den vergangenen Wochen verschiedene Maßnahmen durchgeführt mit dem Ziel, eine Wiederverkeimung möglichst auszuschließen. Diese Maßnahmen reichen von der einfachen präventiven Auswechslung von Tür- und Schachtdichtungen, dem Einbau von zusätzlichen HEPA-Filter-Anlagen bis hin zu einem Verputzen der Vorkammer des Tiefbehälters mit einem speziellen „lebensmitteltauglichen“ Innenputz. Dies alles erfolgt unter laufendem Betrieb, was die Arbeiten zeitlich sehr aufwendig macht. Bis zum Jahresbeginn 2018 soll nach der kürzlich erfolgten Aufbringung des Innenputzes die rechte Wasserkammer im Tiefbehälter „Aufbereitungsanlage Kranzweiherweg“ wieder befüllt und in Betrieb genommen werden. Hiernach muss die neue Betriebssituation wieder durch weitere Kontrollproben intensiv beobachtet werden. Erst danach kann entschieden werden, wie weiter vorgegangen wird. Sollten die Untersuchungsergebnisse bis dahin ohne weitere Beanstandung sein, so kann im Expertengremium zum Beispiel über eine schrittweise Reduzierung der Chlorbeigabe diskutiert werden. Eine abschließende Aussage dazu wäre zum jetzigen Zeitpunkt aber verfrüht.

BLICK aktuell: An wen kann ich mich wenden, wenn ich noch Fragen habe?

Lischwé: Natürlich stehen die Mitarbeiter der beiden Wasserwerke für alle Fragen zur Verfügung. Scheuen Sie sich bitte nicht, uns anzusprechen. Einen aktuellen Sachstand erhalten Sie auch über den „Störfall-Ticker“ der Sinziger Stadtwerke: http:/ www.stadtwerke-sinzig.de/stoerfall Ein abschließendes Wort: Es erreichen uns nach wie vor Anrufe und auch persönliche Gesprächswünsche, denen wir gerne nachkommen. Uns ist bewusst, dass das Thema „Chlorung“ für alle Betroffenen mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Unser Team arbeitet von Beginn an mit hohem Engagement an der Ursachenforschung und -Beseitigung. Jedoch bringen die dargestellten Besonderheiten des Falls es mit sich, dass dies leider sehr langwierig ist.

Quelle: http://www.blick-aktuell.de/Berichte/Die-Stadtwerke-SinzigStoerfall-in-der-Trinkwasserversorgung-304343.html

 


 

Freitag, 01. Dezember 2017

Eine umfangreiche Zusammenfassung mit Antworten auf die meisten bisher gestellten Fragen steht zum Download bereit.

 

Donnerstag, 23. November 2017

Aufgrund eines erneuten Keim-Befundes Ende September 2017
(1 coliformer Keim) wurde die rechte Kammer im Tiefbehälter der Entsäuerungsanlage unverzüglich außer Betrieb genommen. Eine direkte Ursache war und ist jedoch nicht erkennbar. Es ist aber zu vermuten, dass in diesem Bereich minimale Einträge von außen in das System gelangen können, die sporadisch zu den genannten Befunden führen. Dafür spricht auch die jeweils geringe Keimzahl.

Derzeit sind jedoch alle Proben ohne Beanstandung.

Die Ursachenforschung und Abhilfemaßnahmen werden auf Basis des Befundes vom September auf den Bereich der Tiefbehälter in der Entsäuerungsanlage konzentriert. Da die genaue Ursache nach wie vor nicht bekannt ist, erfolgt dies schrittweise nach dem sogenannten „Ausschlussprinzip“. Derzeit finden z. B. in der sogenannten "Vorkammer" zusätzliche Abdichtungsarbeiten statt. Hierdurch sollen weitere denkbare Schwachstellen beseitigt werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten ist dann für den 05.12.2017 eine erneute Reinigung der rechten Kammer geplant. Die Wiederinbetriebnahme der Kammer soll nach Abschluss der Reinigungsarbeiten erfolgen. Hiernach wird die Wasserqualität unter den geänderten Bedingungen weiter zu beobachten sein.

Die Chlorung des Trinkwassers muss daher fortgesetzt werden.

 

Freitag, 20. Oktober 2017

Das Problem konnte inzwischen weiter eingegrenzt werden. Alle bisherigen Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Ursache der Verkeimung in den Tiefbehältern der Entsäuerungsanlage liegt. Mögliche Schwachstellen an diesen Tiefbehältern werden bereits nach entsprechenden Begehungen mit Experten des Gesundheitsamtes und des Hygieneinstitutes Bonn fortlaufend beseitigt.

Allerdings ist immer noch ungeklärt, wie die Keime in das Trinkwasser gelangen konnten. In Betracht kommen sowohl Einträge von aussen (z. B. über eine defekte Dichtung), als auch ein Schaden oder eine Verunreinigung in einem der Behälter selbst. Die geringe Zahl der Keime, das sporadische Auftreten und die Größe der Anlagen machen dabei eine weitere Eingrenzung der Ursache extrem schwierig. Aus diesem Grund sind weitere umfangreiche Untersuchungen an den Behälterkammern erforderlich. Die Untersuchungen und die hieraus resultierenden Arbeiten werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Zum einen besteht eine Schwierigkeit darin, dass die Anlage immer teilweise im Betrieb bleiben muss. Zum anderen steht für bestimmte Arbeiten nur eine begrenzte Anzahl von Fachfirmen zur Auswahl. Aufgrund der Auftragslage stehen diese Firmen aber in der Regel nicht auf Abruf zur Verfügung.

Umgangssprachlich ausgedrückt: Bei der Suche nach der Stecknadel ist der Heuhaufen zwar inzwischen deutlich kleiner geworden - die Nadel ist damit aber leider noch lange nicht gefunden.

Die Trinkwasserdesinfektion durch Chlorung und die laufenden Kontrollproben müssen daher leider fortgesetzt werden. Parallel hierzu wird geprüft, ob in Zukunft eine andere Form der Desinfektion in Betracht kommt. Hierzu laufen zur Zeit insbesondere Untersuchungen, ob das Trinkwasser für eine Desinfektion mittels UV-Licht geeignet ist.

 

Freitag, 25. August 2017

Die angekündigten umfangreichen Arbeiten an den Tiefbehältern unter der Entsäuerungsanlage – den Kammern, in denen das Trinkwasser nach dem Entsäuerungsprozess zur Verteilung gesammelt wird – schreiten planmäßig voran. Die Überprüfung und Reinigung des rechten Behälters konnte abgeschlossen werden. Der Behälter ist wieder in Betrieb.

Damit die Arbeiten durchgeführt werden konnten, war es zunächst erforderlich, das im Behälter befindliche Wasser über mehrere Tage abzulassen. Hiernach musste der Innenraum der Kammer einige Tage antrocknen, um eventuelle Rissbildungen an den Wänden erkennen zu können. Es erfolgte eine entsprechende Begehung mit Experten des Gesundheitsamtes. Außerdem wurden von Fachleuten des Hygiene-Instituts Bonn diverse Proben (Wasserproben/ Abstrichproben) entnommen und ausgewertet. Wie bereits bei den beiden Rieslertürmen, stand auch die Belüftung des Behälters auf dem Prüfstand.

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass der rechte Tiefbehäter in der Entsäuerungsanlage keinen Grund zur Beanstandung bietet. Abschließend wurde die Kammer von einer Fachfirma desinfiziert und gereinigt.

Alle Arbeiten wurden von den Verbrauchern unbemerkt durchgeführt, da die Wasserversorgung in dieser Zeit über den linken Tiefbehälter sichergestellt wurde. Derzeit laufen die Vorbereitungen zur Inspizierung und Reinigung eben dieses linken Tiefbehälters. Über den Fortgang der Arbeiten werden wir in gewohnter Weise informieren.

Kontrollproben und Chlorung des Trinkwassers werden unverändert fortgesetzt.

 

Dienstag, 25. Juli 2017

Die aktuellen Beprobungen des Trinkwassers unter Chlorbeigabe sind ohne Befund.

Nach den umfangreichen Arbeiten an den beiden Rieslertürmen werden nunmehr auch die beiden Tiefbehälter unterhalb der Entsäuerungsanlage inspiziert und gereinigt. Dies ist das Ergebnis einer Besprechung des Expertengremiums, bestehend aus Mitarbeitern des Gesundheitsamtes Ahrweiler, des Hygiene-Instituts Bonn und der Stadtwerke.

Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen wird voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen.

Kontrollproben und Chlorung des Trinkwassers werden fortgesetzt.

 

Freitag, 23. Juni 2017

Bei den aktuellen Probenahmen wurde in zwei Proben 1 bzw. 2 coliforme Keimen festgestellt. In Absprache mit dem Gesundheitsamt Ahrweiler wird die Chlormenge im Trinkwasser daher angepasst, was zu den bereits bekannten Beeinträchtigungen in Geruch und Geschmack führen kann. Eine Gefahr für die Gesundheit besteht nicht.

 

Dienstag, 30. Mai 2017

In den vergangenen Wochen und Monaten wurden mit erheblichem Aufwand sehr umfangreiche Arbeiten durchgeführt, um den Störfall zu beheben und die Ursache zu erkunden. Im Folgenden werden die ab dem 12. August 2016 durchgeführten Maßnahmen zusammenfassend dargestellt:

 

1.              Desinfektion des Trinkwassers durch Chlorung

 

1.1           Beginn unmittelbar seit Bekanntwerden des Störfalls

1.2           Chloreinspeisung in der Entsäuerungsanlage, zunächst am Ausgang zu den Tiefbehältern         

1.3           Sicherstellung der Lieferung von ordnungsgemäßem Wasser i.S.d. TrinkwVO an unsere Kunden

1.4           Überprüfung der Chlorwerte an verschiedenen Stellen im Trinkwassernetz, Messungen
                 erfolgten zunächst zweimal täglich, derzeit einmal täglich

1.5           zwischenzeitlich Herunterfahren der Chlorung auf 0

1.6           erneutes Auftreten von coliformen Keimen am 09.01.2017, Wiederaufnahme der Chlorung

1.7           Umstellung  Chloreinspeisung auf Ausgang Tiefbehälter

 

2.  Laufende Beobachtung durch Kontrollproben

 

2.1           Beginn unmittelbar seit Bekanntwerden des Störfalls

2.2           anfangs mehrmals wöchentlich, Probenahmenplan gemäß Vorgaben Gesundheitsamt, derzeit einmal wöchentlich

2.3           bisher über 800 Proben, zusätzlich zu den regelmäßigen Routineproben; Untersuchung durch das Hygiene-Institut Bonn

2.4           seit Umstellung der Chlorung auf Ausgang Tiefbehälter keine Proben mit Beanstandungen in Rieslern und Tiefbehältern

 

3.  Ursachenforschung/ Kontrolle und Reinigung der Anlagen

 

3.1           Inaugenscheinnahme und Plausibilitätskontrolle sämtlicher Anlagen und Anlagenteile

3.2           In Übereinkommen mit Gesundheitsamt und Hygiene-Institut Bonn Konzentration auf Entsäuerungsanlage

3.2.1        Tiefbehälter

                  3.2.1.1          Untersuchung/ Reinigung durch Fachfirma

3.2.2        Lüftungsanlage

                  3.2.2.1          Untersuchung/ Reinigung durch Fachfirma

                  3.2.2.2          Installation von Probenahmestellen

                  3.2.2.3          Vergrößerung der Lüftungskästen für beide Riesler

                  3.2.2.4          Einbau weiterer Filterstufe („HEPA-Filter“)

3.2.3        Riesler-Türme 1 und 2

                  3.2.3.1          Untersuchung/ Reinigung durch Fachfirma

                  3.2.3.2          Austausch der Füllkörper im Riesler 1

 

Die Ergebnisse der zurückliegenden Kontrollproben sind durchweg ohne Beanstandung. Daher wird in den nächsten Tagen das Expertengremium – bestehend aus externen und internen Fachleuten –  zusammenkommen und über die weitere Vorgehensweise beraten.

 

 Mittwoch, 26. April 2017

Nachdem die Impfstelle für die Chloreinspeisung Anfang April verlegt wurde, sind alle seit der Umstellung genommenen Wasserproben ohne Keimbefund. Der Austausch bzw. die Erweiterung der Lüftungsanlage (Vergrößerung der Lüftungskästen und Einbau einer weiteren Filterstufe) ist ebenfalls abgeschlossen.

Sofern auch die kommenden Wasserproben ohne Beanstandung sind, erfolgt in Absprache mit dem Gesundheitamt Ahrweiler die Planung der nächsten Schritte. Die Chlorung des Trinkwassers wird fortgesetzt.

 

Donnerstag, 23. März 2017

Die Füllkörper im Riesler 1 wurden zwischenzeitlich ausgetauscht. Auch die Erweiterung der Lüftungsanlage (Vergrößerung der Lüftungskästen und Einbau einer weiteren Filterstufe) steht vor dem Abschluss. Danach sind einige Tage Probebetrieb mit entsprechenden Kontrollbeprobungen erforderlich. Wie bereits angekündigt, soll anschließend – voraussichtlich in der zweiten April-Woche 2017 – die Impfstelle für die Chloreinspeisung verlegt werden.

Hierzu informieren die Verbandsgemeinde Bad Breisig und die Stadtwerke Sinzig:

Trinkwasserversorgung Sinzig/Bad Breisig: Desinfektion wird fortgesetzt

Die Stadtwerke Sinzig und das Wasserwerk der Verbandsgemeinde Bad Breisig teilen mit, dass die Chlorung des Trinkwassers bis auf Weiteres fortgesetzt werden muss. Derzeit werden verschiedene Anlagenteile ausgetauscht und im Anschluss daran soll die Impfstelle für die Chlorung verlegt werden. Hiervon erhofft man sich weitere Kenntnisse über das genaue Zustandekommen der Keimbefunde aus den vergangenen Monaten. Insgesamt wurden in Sinzig seit August 2016 über 600 Trinkwasserproben untersucht, bei denen es an 2 Tagen zu einem geringen Keimbefund kam. Dadurch wurde die Chlorung erforderlich.

Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gesundheitsgefährdung und das Wasser kann ohne Bedenken getrunken werden. Die Kunden werden um Verständnis für diese notwendige Maßnahme gebeten. In diesem Zusammenhang wird noch einmal darauf hingewiesen, dass kein Zusammenhang mit der zeitweisen Ausbringung von Gülle entlang der Ahr und des Rheins besteht, da diese Gebiete keine Anbindung an das Grundwasservorkommen haben, welches für die Trinkwassergewinnung genutzt wird.

 

Dienstag, 21. Februar 2017

Die Ergebnisse der aktuellen Trinkwasseruntersuchen weisen auch weiterhin unter Chlorbeigabe keinerlei Verunreinigungen aus.

In enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt Ahrweiler hat die Expertengruppe zwischenzeitlich die weitere Vorgehensweise abgestimmt.

Das Hauptaugenmerk ist weiterhin auf die Entsäuerungsanlage und deren Umfeld gerichtet: In den kommenden Tagen werden die  Füllkörper des Rieslers 1 ausgetauscht. Voraussichtlich ab Anfang März 2017 werden die Lüftungskästen beider Riesler vergrößert. Gleichzeitig ist geplant eine neue, weitere Filterstufe einzubauen.

Im Anschluss daran wird die Einspeisung des Chlors verlegt.

Die vorgenannten Maßnahmen sollen dabei helfen, den Ausgangspunkt für die Verunreinigungen weiter einzugrenzen.

Es ist nochmals festzustellen, dass zu keinem Zeitpunkt etwaig ausgebrachte „Gülle“ als Verursacher für die Verunreinigung in Betracht kommt: Die Trinkwasserbrunnen – der einzige Weg, über den die „Gülle“ mit dem Grundwasser in das Trinkwassernetz gelangen könnte – waren zu keiner Zeit von Verunreinigungen betroffen. Die Verunreinigungen wurden vielmehr erst in einem Netzabschnitt hinter den Brunnen festgestellt.

Kontrollproben und Chlorung werden in gleichem Umfang wie bisher fortgesetzt.

 

Donnerstag, 26. Januar 2017

Die aktuellen Untersuchungen geben keinen Grund zur Beanstandung; das Wasser ist wieder keimfrei.
Insgesamt wurden seit dem Beginn des Störfalls rd. 500 Wasserproben entnommen; lediglich in zwei weiteren Fällen war ein geringer Keimbefund zu verzeichnen.

Die Ursache wird im Bereich der Aufbereitungsanlage (Entsäuerung) vermutet.
In den kommenden Wochen werden hier weitere Filterstufen in der Belüftungsanlage installiert.
Außerdem erfolgt ein Austausch aller Füllkörper im Riesler-Turm 1 der Entsäuerungsanlage.

Die Chlorung wird im geringen Maße weiter fortgesetzt.

 

Mittwoch, 11. Januar 2017

Chlorung wird wieder erhöht.

In zwei Trinkwasserproben (in Aufbereitungsanlage an der Trinkwasseraufbereitung sowie im Hochbehälter Löhndorf) wurden nach der kürzlich erfolgten Reduzierung der Chlorzugabe jeweils 2 coliforme Keime nachgewiesen.
Dies zeigt, dass das System trotz der umfangreichen Reinigungsarbeiten noch nicht einwandfrei arbeitet.

Die Chlorung wird daher wieder erhöht, was sich entsprechend in Geschmack und Geruch bemerkbar machen wird.

Die Maßnahme dient zum Schutz vor Beeinträchtigungen der Gesundheit und ist mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.

 

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Die Stadtwerke Sinzig und das Wasserwerk der Verbandsgemeinde Bad Breisig teilen mit, dass die Chlorung des Trinkwassers nunmehr reduziert werden kann.

Nachdem in den vergangenen Monaten umfangreiche Untersuchungen in den Anlagen des Wasserwerks durchgeführt wurden, soll in den nächsten Wochen schrittweise ein „Herunterfahren“ des Chlorwertes erfolgen. Die engmaschige Kontrolle durch wöchentliche Wasserproben wird aber noch beibehalten.

Nach weiterer Beobachtung unter diesen neuen Betriebszuständen kann zu gegebener Zeit über eine etwaige Beendigung der Maßnahme entschieden werden.

 

Montag, 05. Dezember 2016

Derzeit finden weiterhin die bereits erwähnten Reinigungs- und Inspektionsarbeiten an den Tief-und Hochbehältern statt.
Sobald diese abgeschlossen sind, wird gemeinsam mit dem Gesundheitsamt entschieden, ob, wann und in welcher Form die Chlorung schrittweise zurückgefahren werden kann.
Dies wird wegen der noch anstehenden Arbeiten nicht vor Mitte/Ende Dezember möglich sein.

Anderslautende Berichte in den Medien können nicht bestätigt werden!

 

Freitag, 25. November 2016

Die Ergebnisse der Wasserproben vom 22.11.2016 liegen vor, alle Proben sind ohne Beanstandung.

Inspektion und Reinigung der Tiefbehälter sowie des Hochbehälters Ziemert II werden im Zeitraum 28.11.2016 bis voraussichtlich 08.12.2016 durchgeführt. Anschließend erfolgt die weitere Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Ahrweiler.

Die Chlorung wird fortgesetzt.

 

Freitag, 18. November 2016

Die Überprüfungs- und Reinigungsarbeiten in der Trinkwasseraufbereitungsanlage/ Entsäuerungsanlage sind abgeschlossen. Die Anlage arbeitet störungsfrei. Alle Probeergebnisse waren wiederholt  ohne Beanstandungen.

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Ahrweiler wurden deshalb nunmehr die nächsten Schritte eingeleitet und die Reinigung/ Desinfektion der Trinkwasserbehälter in Auftrag gegeben. Eine auf diese Maßnahme spezialisierte, externe Fachfirma wird die Arbeiten unverzüglich aufnehmen. Die Durchführung wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Während der gesamten Reinigungsphase bleibt die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung gesichert.

Die Chlorung wird ebenfalls weiter fortgesetzt.

 

Donnerstag, 17. November 2016

Die Ergebnisse der Wasserproben unter den neuen Betriebsbedingungen liegen vor und waren wiederholt einwandfrei. Nunmehr wird die weitere Vorgehensweise mit dem Gesundheitsamt Ahrweiler abgestimmt.

Die Chlorung wird weiter fortgesetzt.

 

Dienstag, 25. Oktober 2016

Basierend auf den neuesten Ergebnissen wurden die weiteren Verfahrensschritte mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Beide Rieslertürme werden nunmehr wieder in Betrieb genommen und unter diesen anderen Betriebsbedingungen beobachtet und mikrobiologisch kontrolliert. Dieser Verfahrensschritt wird sicher einige Wochen andauern. Im Anschluss daran stehen (sofern keine entgegenstehenden Vorkommisse zu verzeichnen sind) weitere Reinigungsarbeiten in den Tief- und Hochbehältern an.

 

Montag, 24. Oktober 2016

Seit dem 15.09.2016 wurden die Arbeiten zur umfassenden Überprüfung der Lüftungsanlage zum Riesler 1 durch ein zertifiziertes Fachunternehmen durchgeführt. Das Ergebnis liegt nunmehr vor. Demnach ist auch dieses Anlagenteil aus hygienischer Sicht nicht zu beanstanden.

Die Wasserproben aus den (nicht gechlorten) Trinkwasserbrunnen sind ebenfalls weiterhin einwandfrei. Ein Zusammenhang mit der Gülle-Thematik kann weiterhin ausgeschlossen werden.

 

Dienstag, 18. Oktober 2016

Die Situation ist derzeit unverändert, die Chlorung wird weiter fortgesetzt.

Zwar ist das Sinziger Trinkwasser durch die Chlorbeigabe derzeit keimfrei, jedoch finden immer noch umfangreiche Arbeiten zur Ursachenforschung statt:

Seit dem 19. September 2016 wird eine Überprüfung der Lüftungsanlage durch eine Fachfirma für  Klima- und Lüftungstechnik vorgenommen.  Das Ergebnis der Untersuchung steht noch aus. Die gesamte Entsäuerungsanlage (Wasseraufbereitung) wird zudem nach wie vor durch externe Fachfirmen einer umfassenden Reinigung und Desinfektion unterzogen.

Weiterhin werden täglich an mehreren Stellen die Chlorwerte des Sinziger Trinkwassers überwacht. Diese liegen nach wie vor im gesetzlich zulässigen mittleren Bereich. Die Entnahme mehrerer Wasserproben und deren Auswertung durch unabhängige, zertifizierte Fachlabore erfolgt derzeit wöchentlich. Alle bisherigen Probeergebnisse waren unbelastet und enthielten keine coliformen Keime.

Sämtliche Maßnahmen erfolgen nach wie vor in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Ahrweiler.

 

Mittwoch, 14. September 2016

Wie aus den zurückliegenden Probeergebnissen ersichtlich ist, waren im Sinziger Trinkwasser seit dem 19.08.2016 keine Verunreinigungen mehr nachzuweisen.

Trotzdem wird die Chlorung fortgesetzt. Warum?

Die Ursache für die Verunreinigung wird im Bereich der Wasseraufbereitung (Entsäuerungsanlage) vermutet. Die gesamte Anlage wird daher zur Zeit unter Mithilfe externer Fachfirmen schrittweise gereinigt und desinfiziert.

Es ist jedoch nicht möglich, einfach die gesamte Entsäuerungsanlage vom Netz zu nehmen. Die Anlage besteht aus verschiedenen Teilbereichen, die jeweils doppelt vorgehalten werden (z.B. Riesler, Tiefbehälter). Um die Wasserversorgung aufrecht zu erhalten, können jedoch immer nur einzelne Bauteile der Anlage gleichzeitig stillgelegt, gereinigt und desinfiziert werden. Vor Wiederinbetriebnahme der gereinigten Bauteile schließt sich in der Regel zunächst ein Probelauf über einen gewissen Zeitraum an.

Die Reinigung der gesamten komplexen Anlage wird daher voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Erst hiernach kann unter Berücksichtigung der dann vorliegenden Probeergebnisse über die weitere Vorgehensweise entschieden werden.

Wir bitten daher weiterhin um Verständnis.

 

Montag, 12. September 2016

Die Ergebnisse der Kontrollproben vom 05.09.2016 liegen vor. 
Demnach waren keine Keime nachzuweisen:

19 Proben wurden insgesamt entnommen, davon waren 0 Proben belastet mit coliformen Keimen.

 

Freitag, 02. September 2016

Die Chlorung des Trinkwassers wird fortgesetzt.

Umfangreiche Informationen zu den Hintergründen entnehmen Sie bitte der aktuellen <Pressemitteilung>.

 

Freitag, 26. August 2016

Die Ergebnisse der Kontrollproben vom 24.08.2016 liegen vor. 
Demnach waren keine Keime nachzuweisen:

19 Proben wurden insgesamt entnommen, davon waren 0 Proben belastet mit coliformen Keimen.

 

Mittwoch, 24. August 2016

Die Chlorung wird bis auf Weiteres fortgesetzt.

 

Mittwoch, 24. August 2016

Die Ergebnisse der Kontrollproben vom 22.08.2016 liegen vor. 
Demnach waren keine Keime nachzuweisen:

25 Proben wurden insgesamt entnommen, davon waren 0 Proben belastet mit coliformen Keimen.

 

Samstag, 20. August 2016

Heute ist für Anfragen zum aktuellen Störfall von

9.00 Uhr – 12.00 Uhr und von

13.00 Uhr – 16.00 Uhr

eine Telefonhotline eingerichtet: 02642/ 4001 - 80

 

Freitag, 19. August 2016

Die Ergebnisse der Kontrollproben vom 17.08.2016 liegen vor. 
Demnach waren keine Keime nachzuweisen:

25 Proben wurden insgesamt entnommen, davon waren 0 Proben belastet mit coliformen Keimen.

 

Freitag, 19. August 2016

Messung der Chlorwerte auch heute und am Wochenende in der Entsäuerungsanlage und in den Hochbehältern Ziemert I und Ziemert II.

 

Donnerstag, 18. August 2016

Messung der Chlorwerte in der Entsäuerungsanlage und in den Hochbehältern Ziemert I und Ziemert II.

 

Mittwoch, 17. August 2016

Die Ergebnisse der Kontrollproben vom 15.08.2016 liegen vor. 
Demnach waren an einer Stelle Keime nachzuweisen:

22 Proben wurden insgesamt entnommen, davon war 1 Probe belastet mit 2 coliformen Keimen.

 

Mittwoch, 17. August 2016

Messung der Chlorwerte in der Entsäuerungsanlage und in den Hochbehältern Ziemert I und Ziemert II

 

Montag, 15. August 2016

Die Ergebnisse Kontrollproben von Freitag, 12.08.2016 liegen vor. Demnach waren nur noch an 2 Stellen Keime nachzuweisen:

11 Proben wurden insgesamt entnommen, davon waren 2 Proben belastet mit 3 bzw. 8 coliformen Keimen.

 

Sonntag, 14. August 2016

Mehrmalige Messungen der Chlorwerte in der Entsäuerungsanlage und in den Hochbehältern Ziemert I und Ziemert II

 

Samstag, 13. August 2016

Die Keimzahl ist bisher sehr gering. Aufgrund des (deutlich über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden) internen Proben-Managements, war eine schnellstmögliche Reaktion auf die eventuell vorhandene Verunreinigung möglich. Nunmehr können Maßnahmen ergriffen werden, um eine Ausbreitung der coliformen Keime zu verhindern.

 

Samstag, 13. August 2016

Es wurden bereits gestern Sofortmaßnahmen eingeleitet, die aus 4 Säulen bestehen:

1. Ursachenforschung, Kontrolle aller Anlagen auf potentielle Unzulänglichkeiten, auch mit Unterstützung externer Fachfirmen

2.  Reinigung der Anlagen wie z.B. Filteranlagen, Riesler und Tiefbehälter

3.  Kontrollproben = laufende Beobachtung

4.  Desinfektion des Gesamtnetzes als Schutzchlorung

Diese Desinfektionsmaßnahme wird nach dem derzeitigen Kenntnisstand mindestens einige Wochen andauern, um alle Stellen im rd. 120 km langen Leitungsnetz erreichen zu können. Geschmack und Geruch des Trinkwasser können in dieser Zeit beeinflusst sein, Gefahren für die Gesundheit bestehen jedoch nicht.

 

Samstag, 13. August 2016

Mehrmalige Messungen der Chlorwerte in der Entsäuerungsanlage und in den Hochbehältern Ziemert I und Ziemert II; 

 

Freitag, 12. August 2016

Nach erster Ursachenforschung gibt es derzeit keinen verlässlichen oder direkten Hinweis auf die Quelle der Verunreinigung (Rohrbruch, Havarie, Baumaßnahmen, unzulässige Querverbindungen von privaten auf öffentliche Anlagen o.ä.). 

Freitag, 12. August 2016

Gestern wurden bei routinemäßigen Wasserproben coliforme Keime in geringer Anzahl nachgewiesen. Von insgesamt 14 Proben waren dabei 7 Proben betroffen ( jeweils zwischen 1 und 3 Stück coliforme Keime).

Da die Ursache in einer Verunreinigung liegt, wurde unverzüglich mit der Ursachenforschung begonnen und das Gesundheitsamt informiert.

 

Freitag, 12. August 2016

Die Stadtwerke Sinzig und die Verbandsgemeinde Bad Breisig informieren zur Trinkwasserversorgung:

Bei zuletzt entnommenen Trinkwasserproben wurden Hinweise auf eine geringfügige Beeinträchtigung durch coliforme Keime festgestellt. Daher wurde vorsorglich eine Chlorung des Trinkwassers in der Stadt Sinzig und in der Verbandsgemeinde Bad Breisig festgelegt.

Durch die Chlorung können Geschmack und Geruch des Trinkwassers beeinträchtigt werden. Die Konzentrationen liegen jedoch unter den in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerten und sind nicht gesundheitsschädlich. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter der Stadtwerke Sinzig (Telefon-Nr. 02642 / 4001-80) oder der Remondis Eurawasser GmbH (für die Verbandsgemeinde Bad Breisig, Telefon-Nr. 02225 / 83938-0).

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